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Streetster

FreshBoarder

Offline

Beiträge: 302



29.01.2012 13:58
RE: Batterie end of life nach 2 Jahren, Qualität, Alternativen Zitat · Antworten

Cheers,

oben dargestellte Bakterie ist längst entsorgt, aber mit einem anderen Exemplar hab ich die Geschichte noch ein Stück weiter verfolgt und möchte die Ergebnisse hier ergänzen.

Dies hier ist jetzt eine zugegebener Maßen schon gut 7 Jahre alte Varta aus einem anderen Bike und der Akku war bereits 4 Jahre nicht mehr im Dienst, außer dass er von Zeit zu Zeit aufgeladen wurde.

Da stellt sich die reine Selbstentladung wie in Diagramm 1 dar. Alles gut könnte man meinen.

Dem ist aber nicht so, denn Diagramm 2 zeigt den gleichen Akku mit anfänglich ca. 10 mA Belastung welche im Laufe der Zeit auf nur noch ca. 1-2 mA fällt (Belastung sinkt mit abfallender Batteriespannung). Und siehe da. die ist auch hinüber. Schon nach ca. 2 Wochen sinkt die Batteriespannung unter die notwendigen 12 V.

Zur Erinnerung: der zulässige Ruhestrom im eingebauten Zustand wird für unsere Streets mit 1.5 - 2.5 mA angegeben. Bei meiner liegt der Wert eher an der oberen Grenze.

CU

Angefügte Bilder:
YT12B-BS  Selbstenladung.png   YT12B-BS geringe Belastung.png  
dragonfly

FreshBoarder

Offline

Beiträge: 313



08.03.2012 09:05
RE: Batterie end of life nach 2 Jahren, Qualität, Alternativen Zitat · Antworten

Vielleich ne kleine Anregung:

Wenn die Regler-Spannungs-Schwankungen bzw. Spitzen der Hauptgrund für frühzeitiges Batteriesterben sind ...
... und Triumph künftig eher nur noch fish and chips herstellt als da nachzubessern

... könnte dann nicht einer von unseren "Elektro-Göttern" eine kleine Zusatzschaltung entwerfen, die diese Spannungsspitzen kappt?
Die paar Elektronikteile vom Conrad dürften vermutlich nicht so teuer sein und ließen sich sicherlich leicht zusammenbauen/löten und direkt zwischen die Batterie-Pole klemmen.

Gruß
dragonfly

Zitat von elektrolurch
BATTERIE KAPUTT! WARUM?

der grund für das häufige und oft schon im ersten jahr auftretende batterieversagen könnte auch in einer überladung zu suchen sein, die erfolgt, obwohl alle bauteile in ordnung sind.

es geht also hier NICHT um schäden, die durch wirklich defekte regler (keine ladung/überladung) verursacht werden (die wurden ja bereits ausreichend dokumentiert) oder um akkus minderer qualität, sondern um den normalbetrieb:

> die spannung beim shindengen regler ist als typischer sollwert mit 14,5Volt angegeben (datenblatt).

> auch Triumph gibt diesen wert für die batteriespannung bei 2000 U/min vor.

> dazu kommt die angabe eines bereiches von +/- 0,5Volt.

> ergibt also zwischen 14 und 15Volt bordspannung.

> allgemein bekannt ist, dass ein bleiakku mit einer höchsten spannung von 14,4Volt geladen werden soll.
das wird auch in allen seriösen technischen schriften angeführt (gitterkorrosion, knallgasbildung, wasserverlust).

> max. 14,4Volt werden auch von namhaften batterieherstellern für starterbatterien gefordert



welche spannungen treten nun tatsächlich beim fahren mit dem strettriple auf?
(messungen an einer neuen VARTA batterie)

> bereits kurz nach dem start bewegen sich die werte über 14Volt

> bei drehzahlen unter 3000 U/min (zb. stadtverkehr) steigt die bordspannung rasch auf über 14,7Volt

> bei höheren drehzahlen (zb. schnellstraße) sinken die messwerte auf unter 14,5Volt

> beim warten vor der ampel oder im rückstau (leerlaufdrehzahl) werden nach kurzer zeit häufig die vollen 15Volt erreicht


eine lange batterielebensdauer kann, meiner meinung, so nicht erreicht werden. der akku wird an seiner oberen spannungsgrenze, bei niederen drehzahlen oder standgas aber beträchtlich darüber betrieben.
eine herkömmliche batterie würde dabei wasser verlieren, dass man auffüllen kann, was bei der eingebauten "wartungsfreien" aber nicht vorgesehen ist.
die spannungsregelung sollte besser im bereich 13,8 bis 14,4Volt arbeiten, was sie aber, besonders innerstädtisch, nicht tut.

da weder die shindengen regler noch die batterien nur für Triumph gebaut werden, sondern baugleich auch in tausenden anderen fahrzeugen ihren dienst versehen, müßten die probleme auch anderswo auftreten und bekannt sein.


Zuletzt geändert: 08.03.2012 09:10
triplemania

NewBoarder

Offline

Beiträge: 56


08.03.2012 09:34
RE: Batterie end of life nach 2 Jahren, Qualität, Alternativen Zitat · Antworten

Hallo Jungs,
vielleicht hilft es irgendwem noch in diesem Frühjahr:
Eine Alternative zu den Originalteilen (oder Nachrüstbatterien derselben Größe) und den (zugegeben schönen ) LiFePo4 Packs ist
die Fiamm FGH20902 (Bleigel-Akku).
Vorteile:
- kleiner als das Original
- leichter als das Original
- lageunabhängig einbaubar
- preiswert (ab rd. 22,--€ zu bekommen)
Deren Leistung reicht für die Street Triple völlig aus.
Einziger Nachteil:
- Die Anschlüsse an der Batterie sind für Flachstecker vorgesehen. Dafür muss man sich also was basteln, was aber selbst mir als bekennendem "Nichtkupferwurm" ohne weiteres gelungen ist. Wenn daran Interesse besteht und ich dazu komme, kann ich gerne auch Bilder einstellen

Ich habe meine problemlos über Amazon bezogen. Die hat zwei Jahre klaglos ihren Dienst in meiner 955 versehen, startet selbst den 1050-Motor ohne Probleme und musste nur weichen, weil mich der LiFePo4-Wahn gepackt hatte (irgendwo musste an dem dicken 955-Klops ja Gewicht gespart werden). Ab diesem Frühjahr hat die kleine Fiamm nun Dienst in der Streety: Nach vier Monaten Winterpause in der Garage einmal aufgeladen, eingebaut: Streety gestartet.

Und wenn die irgendwann mal an Altersschwäche stirbt: Kommt die nächste rein - das reisst anders als die Konkurrenz kein großes Loch in die Börse

HTH


Zuletzt geändert: 08.03.2012 09:37
Colombeti

MasterBoarder

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Beiträge: 3.340



31.03.2012 17:23
RE: Batterie end of life nach 2 Jahren, Qualität, Alternativen Zitat · Antworten

Meine Originalbatterie hat jetzt nach 4 Jahren auch die ewigen Jagdgründe erreicht.
Ich habe mir bei Hein Genicke eine Varta für 58 € - 20 % Rabatt geholt.


Colombeti



Kein Zweifel, ich bin aus der Eifel
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