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Für mich stand fest, dass dieses Jahr noch eine große Tour her musste. Nach langem hin und her habe ich mich für eine Tour durch die Alpen entschieden. Über das T5-net habe ich dann auch noch einen reisewilligen Mitfahrer mit einer Speed Triple gefunden, der in der gleichen Zeit eine Tour geplant hatte. Nach Inspektion und einem neuen Satz Reifen konnte es dann losgehen ...
1. Tag
So ging es morgens in aller Frühe zuhause los um pünktlich um 11 Uhr bei meinem Mitfahrer zu sein. Von dort aus ging es in den Schwarzwald, wo wir uns für die Tour schonmal so langsam einschwingen konnten. Nach kurzer Mittagspause am Nagold-Stausee kam dann auch noch die Sonne raus und bei bestem Motorradwetter ging es dann an den Allerheiligen-Wasserfällen vorbei in Richtung Süden. Als 1. Übernachtung haben wir dann in Gütenbach Halt gemacht. Nachdem wir ausgiebig den Wetterbericht studiert haben und das riesige Tief in Richtung Schweiz und Norditalien für Ende der Woche gesehen haben, haben wir uns entschlossen, unsere Tour in Richtung Vogesen zu ändern mit einem kurzen Abstecher in die Schweiz.
2. Tag
Der Tag hat gleich begonnen mit einer super Abfahrt von Gütenbach in Richtung Waldkirch. Von dort ging es über den Kandel hoch und wieder runter, leider mit nicht ganz so guten Straßenbedingungen, die auf dem Schauinsland-Pass aber genauso wie die Wetterbedingungen schlagartig besser wurden . Durch das enge Tal von Todtmoos nach Wehr ging es dann in Richtung schweizer Grenze. In Rheinfelden haben wir aber trotz langem herumgegurke den Grenzübergang nicht gefunden , sodass uns dann nur der Weg quer durch Basel übrig blieb. In dem Moment, als wir die Grenze passiert haben, fing es auch schon an zu regnen (na super ... ). Kurz hinter Basel haben wir dann in Zwingen halt gemacht zum Mittagessen. Bis dahin war unsere Route über Neuchatel und wieder nach Norden in Richtung Belfort geplant. Doch beim Mittagessen sind wir dann auf eine eidgenössische Motorradfahrerin getroffen, die uns in 5 Minuten überzeugt hat doch nochmal unsere Route zu überdenken und in Richtung Schweiz weiterzufahren. Daher sind wir dann kurzentschlossen nach Süden über Bern in Richtung Thuner See abgebogen. Richtung Süden wurde das Wetter dann tatsächlich immer besser, bis wir dann abends nochmal richtig geduscht wurden und kurz hinter Brienz eine Unterkunft gesucht haben.
3. Tag
Am 3. Tag sind wir dann in aller Frühe voller Vorfreude in Richtung Sustenpass nach Andermatt gestartet. Bei der Anfahrt zum Pass kam uns allerdings dann doch wieder ein Regenschauer in die Quere, also hieß es wieder ab in die Regenkombi und alles verpacken. Weiter Oben auf dem Pass wurde es dann langsam besser und hinter der Passhöhe empfingen uns dann strahlender Sonnenschein und trockene Straßen in perfektem Zustand. Von Andermatt ging es dann über den Furkapass mit leider nicht ganz so guten Straßen wieder in die Gegenrichtung, wo das Wetter mittlerweile auch schon besser wurde. Von dort aus weiter über den Nufenenpass mit Betonpiste wieder nach Osten. Da der Oberalp-Pass leider gesperrt war, blieb uns nur das Tal parallel zur Autobahn in Richtung Bellinzona übrig, was aber auch seine Reize hatte. Vom italienischen Süden ging es dann über den San Bernadino-Pass Richtung Splügen in den Norden. Der San Bernadino-Pass war unser absoluter Favorit, weil es in schön geschwungenen Kehren nach oben geht und die Passhöhe in einem atemberaubendem Felsenmeer liegt, durch das sich die Straße schlängelt. Von Splügen aus ging es dann den Splügenpass nach oben, bei dem die Auffahrt auch sehr schön war. Ab der italienischen Grenze waren die Straßenbedingungen allerdings auch nicht mehr allzu gut, dafür der Ausblick auf den Stausee auf der Berghöhe und das Dorf Monte Splüga umso beeindruckender. Durch zahlreiche Dörfer oder einzelne Häuser. Allerdings haben es die Tunnel und Gallerien in sich: In der Dunkelheit warten dann nasses Kopfsteinpflaster oder Asphalt mit Schlaglöchern und teilweise auch 180 Grad Kehren. Nach unzählbar vielen Kehren und Viehtransportern auf der Straße ging es dann ab Chiavenna wieder aufwärts über den Malojapass (der irgendwie nur ein halber Pass ist, weils nur aufwärts geht, aber trotzdem richtig Spaß macht mit großen geschwungengen Kurven) in Richtung St. Moritz. Ab da sind wir dann über den Berninapass nach Livigno gefahren. Über die Foscagna-Passstraße ging es dann weiter nach Bormio, wo wir eigentlich eine Unterkunft suchen wollten. Da dort zu dem Zeitpunkt (17:30 Uhr) aber noch super Wetter war, sind wir dann kurzerhand noch zum Stilfser Joch aufgebrochen. Oben haben wir uns dann aber im Nebel so einiges abgefrohren und waren dann froh, als es mit jeder Kehre nach unten wieder wärmer wurde. Am Fuße haben wir dann in Trafoi 11 Pässe, 12 Stunden und 450 km später das nächste Hotel angesteuert.
4. Tag
Von dort ging es am 4. Tag weiter nach Meran mit strahlendem Sonnenschein durch die riesigen Plantagenanlagen. Ab Meran sind wir dann über Nebensträßchen durch einige Bergdörfer nach Bozen gefahren. Über das Penser Joch haben wir dann wieder den Norden und den Jaufenpass angesteuert, wo es leider kurz zuvor geregnet hette. Von San Leonado aus ging es dann über das Timmelsjoch nach Sölden. Die Auffahrt zur Passhöhe war auch wieder beeindruckend, mindestens genauso beeindruckend, wie die 11 € Mautgebühr, die die Österreicher nach der Passhöhe für die Abfahrt mit 5 Kehren bis nach Sölden haben wollten. In Sölden stand zudem noch die Gendarmerie mit der Laserpistole ... Von Sölden aus ging es dann weiter nach Imst und über das Hahntennjoch weiter, was scheinbar als heimliche Rennstrecke bei den Österreichern gilt. Ab da sind wir dann weiter in Richtung Kempten und Autobahnanschluss zum Abschluss der Tour gekommen. Der Heimweg war dann noch 420 km über die A7.
Abschließend kann ich aber sagen, dass sich jeder von den 2200 km absolut gelohnt hat mit genialen Strecken und großteils super Wetter. Könnte sofort wieder losfahren 
Mopedmap-Route

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